Die Weihnachtsgans muss zuerst bezahlt werden
Dezember 15, 2007 on 4:34 pm | In Beruf |Bittet gerade eine Kunde um Aufschub für eine Rechnung vom 30.11.2007 mit folgender Begründung:
[…] und das wäre schon das Geld für das Weihnachtsessen, wenn sie verstehen. […]
Ich muss sagen das ist schon eine Begründung bei der man als Dienstleister arg ins Schwitzen kommt was man denn nun tut. Ein Blick auf die offenen Forderungen lies mich aber dennoch folgendes schreiben:
[…] so Leid es uns tut aber wir müssen auf die rechtzeitige Bezahlung der Rechnung bestehen. Wir haben unsere Leistung erbracht, Ausgaben für Sie getätigt und möchten nun auch zu Weihnachten unseren Mitarbeitern und den Firmen bei welchen wir einkaufen ein angemessenes Weihnachtsessen ermöglichen. Wir sind leider keine Bank und haben aktuell über 5000 Euro an offenen Rechnungen. Ihre ist eine davon.
Vielen Dank für Ihr Verständnis.
Ich hoffe das das gerecht ist und mich Petrus dafür nicht später aus dem Himmel verweisen wird. Irgendwo sind auch unsere Grenzen erreicht.
7 Kommentare »
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hach ja da seid ihr ja löeider ziemlich hart, aber ist ja auch verständlich. ich hoffe ich schaff es bald mal meine sachen gleich für ein jahr vor zu bezahlen, dann brauch man sich darüber für 12 Monate auch keien Gedanken mehr zu machen.
Kommentar von Marcus — Dezember 15, 2007 #
Wären wir nicht so hart würden wir nicht mehr existieren. In Deutschland gibt es so viele Menschen mittlerweile welche erst zahlen wenn das Inkasso anklopft. Das ist einfach traurig.
Kredite gibt es bei der Bank aber nicht bei einem Webhoster. Hätten wir nicht die offenen Forderungen könnten wir noch bessere Angebote für unsere Kunden machen.
Kommentar von felix — Dezember 15, 2007 #
Ist immer schwierig, zwischen geschäftlichen und menschlichen Anliegen entscheiden zu müssen … Gut, daß Ihr Euch da Gedanken macht und nicht sofort das Anliegen abschmettert. Doch bei aller Nächstenliebe müssen auch Eure Rechnungen bei anderen Firmen beglichen werden. Insofern finde ich es richtig, auf der Bezahlung zu bestehen, wenngleich das für den Kunden hart ist.
Eine Idee: wäre geschäftlich gesehen auch ein Kompromiß möglich, z.B. eine Hälfte der Rechnung jetzt, die andere Hälfte im Januar? Dann wäre der Kunde entlastet, Euer Gewissen auch, und immerhin schon mal ein Teilbetrag getilgt. Nebenbei würde es sicher zur Kundenbindung beitragen, wenigstens bei diesem einen Kunden und bei allen (künftigen), denen er davon erzählt.
By the way: Petrus ist für den Himmel nur bedingt zuständig
Und der “Chef” weiß sicher, daß die Entscheidung nicht leichtfertig, sondern unter Abwägung aller Umstände zustande kam. Nicht das Ergebnis allein zählt, sondern auch der Weg dahin …
Kommentar von Sabine — Dezember 15, 2007 #
Hart aber herzlich nech…
Ich fands ja anfangs auch etwas hart das ich gleich die ganzen 24 Monate im voraus bezahlen soll obwohl da ja (um euer Beispiel mal zu benutzen) “noch” keine grossartige Leistung erbracht wurde.
Andererseits war der Support dann sowas von geil und respektive Geduldvoll und hat mitgedacht wo es nur geht (Vertipper im Domainnamen) das es mir dann auch “egal” war. Hinzu kommt das ich mir für die nächsten 2 Jahre keine Gedanken machen muss, da es ja alles bezahlt ist. Blöd wäre es nur wenn netcup an den Rechnungen in Höhe ~5000 Euro pleite geht ;( …dann hab ich für 2 Jahre bezahlt und bekomme evtl. nur eins…
Von daher finde ich es gut das ihr schon etwas durchgreift was das Thema angeht.
Und zu dem Kunden sei gesagt, das er doch vorher gewusst haben muss das es eine Rechnung gibt und die bezahlt werden muss, da müsste man sich eigentlich nicht wundern dürfen.
Kommentar von Alexander W. — Dezember 15, 2007 #
Ich würde mir grosse Gedanken machen, wenn ich als Firma bei einer anderen Firma einkaufe und diese Rechnung dann nicht bezahlen kann (oder will) - das Geld für die Rechnung aber aber für ein Weihnachtsessen ausgeben will.
Wenn alle “Geschäftsleute” so denken würden…
Aber Deine Antwort ist wirklich hervorragend!
Kommentar von Marco — Dezember 26, 2007 #
Wenn die Weihnachtsgans Vorfahrt hat…….
… kommt ein ISP doch leicht ins Schwitzen. So auch ein Webhoster aus Karlsruhe, der auf seinem Blog hostblog.eu von einem Zwiespalt berichtet, als sein Kunde im mitteilte, dass er die aktuelle Rechnung nicht begleichen könne, da das Geld ber…
Trackback von schwarz-weiss.cc — Dezember 29, 2007 #
[…] Über gewisse Personen kann ich mich manchmal extrem ärgern. Wie schon mehrfach hier im Blog berichtet, sind es die Personen die mit der Einstellung durch die Welt laufen sie bräuchten ihre Rechnungen nicht zu bezahlen. Als Begründung kommt dann meist das sie zahlungsunfähig wären oder aber auch richtig dreiste Argumente wie das die Weihnachtsgans wichtiger wäre. […]
Pingback von hostblog.eu » Ätsch Bätsch, ich kann nicht zahlen — Juni 16, 2009 #