Pechwochenende oder warum Murphy doch immer Recht bekommt
Mai 23, 2007 on 8:52 pm | In Privat |Ich glaube es wird mal wieder Zeit etwas zu bloggen. In letzter Zeit habe ich zumindest soviel erlebt das ich garnicht zum bloggen gekommen bin.
Unter anderem wollte ich mich vergangenen Mittwoch mal wieder auf den Weg nach Bremen machen. Schließlich kam der Reise noch ein Feiertag und der Freitag als Brückentag sehr gelegen. Hauptgrund war aber auch das meine Familie aus Bremen dringend eine Alarmalnage installiert bekommen muss. In der Nachbarschaft wurde jetzt schon mehrmals eingebrochen und meine Mutter kann schon nicht mehr mit ruhigem Gewissen das Haus verlassen.
Nun gut, am Mittwoch sollte es wie gesagt los gehen. Mit dem Gedanken an ein kühles Becks an der Bremer Schlachte startete ich am Mittwochnachmittag mein Auto. In diesem blieb ich jedoch nur kurz sitzen denn das Display im Amaturenbrett forderte mich auf sofort in die nächste Servicewerkstatt zu fahren…
Lange Rede kurzer Sinn. Ergebnis: Kaputtes Zündkerzenkabel, durchgebissener Kühlschlauch, Sauerstoffzufuhr auch durchgebissen und der rechte Airback war kaputt. Ich hatte ausgerechnet jetzt einen Marderschaden!!!
Am Donnerstag (Vatertag) startete ich den zweiten Versuch nach Bremen zu kommen. Dieses Mal mit einem Leihwagen der Firma Hertz. Da es nichts anderes mehr gab musste ich einen Ford Focus nehmen was ich zuerst mit gerümpfter Nase tat. Immerhin war es ein Diesel.
Bis Frankfurt am Main ging meine Reise wie im Fluge vorbei und ich freute mich schon auf das Beck’s an der Weser. Kaum hatte ich den Gedanken zuende gedacht geträumt sagte das Blaupunktnavigationsgerät: „Auf Ihrer Route befinden sich Verkehrsstörungen“. Ich sollte unter berücksichtigung der Verkehrslage umgeleitet werden.
Am Gumbacher Kreutz ging es dann auch nicht auf die A 45 sonder auf der A 5 weiter. Das bedeutet normalerweise einen Umweg von 30 Km welche ich gerne in Kauf nehmen wollte um einen Stau zu umfahren.
Dieses bescheuerte Blaupunktgerät fuhr mich aber gerade Wegs in den Stau rein. Die Umleitungsroute hätte ich erst bestätigen müssen (und das wäre dann wohl die eigentlich kürzere Route gewesen). Gegen 16 Uhr war ich dann nach vielen Staus in Bremen…
Am Freitag machte ich mich dann an die Alarmanlage aus dem Hause Conrad Elektronik rann um sie zu installieren. Ich installierte alles und begann dann diese zu programmieren (als IT-ler war mir das Handbuch natürlich zunächst egal). Anschließend spielte ich Einbrecher.
Wäre ich ein echter Einbrecher gewesen hätte ich Erfolg gehabt denn der Alarm wurde nicht ausgelöst, ich hatte also als gespielter Einbrecher (oder auch als der ”Dumme der die Technik macht”) keinen Erfolg. Ich musste nun das Handbuch lesen. Ich las es ganze zweimal! Dann stand fest das die Alarmanlage einfach kaputt war. Zu dem Zeitpunkt war es 20 Uhr und Conrad hatte natürlich dicht (und eigentlich wollte ich ein Bier an der Schlachte trinken).
Am Samstag wollte ich dann den defekten IR-Sensor der Alarmanlage austauschen. Conrad wollte wenn dann nur das Komplettset austauschen. Alles sollte ich wieder abbauen und einpacken damit der defekte IR-Sensor ausgetauscht würde. Ich habe Conrad dann die komplette Anlage zurück gegeben und eine über eBay bestellt. Diese war zumindest um die fehl investierten Fahrtkosten nach Bremen günstiger als die von Conrad Elektronik.
Auf meiner Rückfahrt nach Karlsruhe wollte ich noch „mal eben schnell“ meinen Bruder in Weimar vorbei bringen. Problem waren ca. 5 * 20 KM Stau auf der A2 und A4 sowie 40 Km-Stau auf der A7. Ab Hildesheim ging es deswegen nur noch übers Land nach Weimar. Da das Blaupunkt-Navi uns immer wieder in Staus fahren wollte (mein Aldinavigationsgerät hat sowas bislang nie getan) fuhren wir sogar altmodisch nach einer Karte
Um 23 Uhr waren wir dann in Weimar nachdem wir durch etliche Dörfer gekurvt und garantiert 40 Blitzern gerade so entkommen waren (Bauern scheinen ihr Geld jetzt mit Blitzern zu verdienen).
Leider war dann immer noch nicht schluss mit Murphys künstlerrischen Vorhersagen. Vor dem Kirchheimer Dreieck waren trotz 23 Uhr noch 16 KM Stau. Da mich dieser Stau in die Irrenanstallt gebracht hätte fuhr ich über Würzburg zurück. Um 3 Uhr Morgen war ich dann endlich daheim in Karlsruhe.
Das alles wegen dem kläglichen Versuch eine Alarmanlage zu installieren.
Das schöne an der Sache waren natürlich die vielen Biere Beck’s welche ich mit André und Thorben in Bremen genossen habe. Auch hat meine Familie vorzüglich jeden Tag gekocht. Danke an euch! :-)
2 Kommentare »
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Oh man Oh man…ich kenn die Geschichte zwar schon…War aber echt n krasses Ding..Aber hey Abends im Woodys hatten wir viel Spaß mit der Flasche W in den Wallanlagen*g*
Kommentar von Andre — Mai 23, 2007 #
Die Bauern blitzen? Das sind doch die Kirchen, die die dinger aufstellen, weil keiner Sonntags mehr was in den Klingelbeutel wirft
Krasse Geschichte. Bin grad am überlegen, wann ich das letzte Mal in einem Stau stand. Muss schon sagen, dein neuer Wagen hat in der kurzen Zeit schon einiges mitmachen müssen. Ob die Anschaffung sich da echt gelohnt hat?
Freut mich aber mal wieder was neues zu lesen. Hatte mich schon sorgen gemacht ^^
Kommentar von Marcus — Mai 26, 2007 #